Heimatmuseum bleibt das Ziel
Artikel der Bonner Rundschau vom 09.01.2021
 Original Zeitungsartikel, Bitte Anklicken!

Rundschau Bericht Gutenberghaus

Der Butterweg. Ein Beitrag zur Honnef – Aegidienberger Heimatgeschichte

Das Siebengebirge ist eine der schönsten kleinen Landschaften Deutschlands, leicht erreichbar von den nahen rheinischen Metropolen und ein wunderbar erschlossenes Waldwandergebiet vor der Haustür für die Bürger von Bad Honnef. Zu den weniger bekannten Ecken gehört das Schmelztal im südöstlichen Siebengebirge zwischen Honnef-Tal am Rhein und den Honnefer Stadtteilen auf der Höhe, Aegidienberg. Dabei waren gerade diese Wege jahrhundertelang wichtige Versorgungswege für grundlegende Lebensmittel wie Butter, Eier und Käse.

Unser Mitglied des Beirats, Prof. Dr. Rolf D. Cremer, hat sich im vergangenen Jahr mit dem wichtigsten dieser Wege, dem “Butterweg” beschäftigt, und die faszinierende Geschichte der Frauen wiederentdeckt, die diesen Weg seit der Mitte des 14. Jahrhunderts benutzten, um ihre Lebensmittel ins Tal zu tragen. Ein spannender Teil der Wirtschafts- und Sozialgeschichte unserer Heimatstadt!

Das Ergebnis “Der Butterweg. Ein Beitrag zur Honnef – Aegidienberger Heimatgeschichte” liegt nun vor. Und mit der Schrift das Anliegen, diesen historischen Weg, der 2013 von der Bezirksregierung Köln aus dem Wegenetz des Siebengebirges herausgenommen wurde, wieder zu öffnen.

Rolf D. Cremer

Der Butterweg. Ein Beitrag zur Honnef – Aegidienberger Heimatgeschichte
Band 1 der Schriftenreihe Aegidienberg – Honnef. Wege und Bindungen zwischen Berg und Tal
Hrsg. Bürgerverein Aegidienberg
Verlag E.P. Heimbach: Bad Honnef 2020. 38 Seiten.

Erhältlich ab Anfang Januar 2021 bei
Buchhandlung Werber
Hauptstraße 40
5360 Bad Honnef
Tel. 02224 2601
oder
Druck & Verlag E. P. Heimbach
Aegidienberger Str. 73
53604 Bad Honnef
Tel: 02224 988 9830

.

Weihnachtsgruß unseres Vorsitzenden Willi Birenfeld

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Mitglieder des Vereins Gutenberghaus Bad Honnef e.V.,
liebe Gästebesucher unserer Homepage,

das bevorstehende Weihnachtsfest 2020, das sicher in mancher Hinsicht anders sein wird als gewohnt, möchte ich zum Anlass nehmen, um nach einem ereignisreichen Vereinsjahr, das mit bedeutenden Erfolgen gekrönt war, noch einmal ein herzliches Dankeschön an all diejenigen zu richten, die dem Verein in vielfältiger Weise dazu verholfen haben:

– an alle Vorstands- und Beiratsmitglieder, die sich den Problemen der Neustrukturierung des Vereins gestellt und sie gelöst haben: Satzungsänderung – Kassenwesen und Beitragsgestaltung – Umzug in die neuen Räumlichkeiten am Rheingoldweg 16 (KASCH) – Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Archivs – Auf- und Ausbau der IT–Ausstattung für die Archivnutzung und Vereinsverwaltung – Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit, besonders über die Homepage – um nur einige zu nennen,

– an den Bürgermeister, seine Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, an das Hausmeisterteam sowie an die Bad-Honnef-Stiftung der Kreissparkasse Köln, die es uns ermöglicht haben, eine neue Heimstatt zu finden und uns in ihr gut und zweckdienlich einzurichten,

– an alle, die uns Archivalien (z.T. ganz außergewöhnliche Unikate) wie Familien- oder Vereinsfotos, Dokumente, handschriftliche Nachlässe, heimatgeschichtlich relevante Bücher, künstlerische Bilder zugewendet haben, z.T. sogar per Post,

– nicht zuletzt auch an diejenigen, die uns Zeichen der Anerkennung, des Dankes und der Ermutigung übermittelt und ihre aktive Mitarbeit angeboten haben.

Es ist an dieser Stelle leider nicht möglich, alle Namen zu nennen oder erneut zu erwähnen.

Alle aber sind unvergessen und alle sind – ob ich sie nun persönlich kenne oder noch nicht – eingeschlossen in meine guten Wünsche: Möge es Ihnen/Euch vergönnt sein, das Weihnachtsfest 2020 mit Ihren/Euren Lieben im Familien- und/oder Freundeskreis heiter, fröhlich und vor allem gesund zu erleben!

Herzlichst
Ihr/Euer Wilhelm (Willi) Birenfeld
Vorsitzender

P.S.: Wer mag, kann zunächst den ersten Teil der heimatlich getönten Weihnachtslegende von Franzjosef Schneider (genannt Freudeblömche) mit dem Titel „Minschekende“, die ich für Sie/Euch aufbereitet habe, herunterladen
       Minschekende Teil I  –  Honnefer Weihnachtsgeschichte
und auch den zweiten Teil.
       Minschekende Teil II –  Honnefer Weihnachtsgeschichte

.

Spende von Computerarbeitstischen

Heute wurden durch “helfende Hände” im Archivraum die zwei kürzlich gespendeten Schreibtische mit PC-Halterung montiert und die PCs mit Zubehör neu montiert und verkabelt. Die professionellen Arbeitstische verbessern die Arbeitsfähigkeit des Archivbüros deutlich.

Den unentgeltlichen Transport hatte Winfried Kickartz mit einem Fahrzeug seines Gartenpflegehofs am Lichweg in Bad Honnef besorgt, unterstützt von seinemFreund Wolfgang Oetz vom Ortsverband Bad Honnef des Deutschen Amateur-Radio-Clubs, der uns auch schon bei der IT-Ausstattung des Büros sehr behilflich war.

Den beiden ein ganz herzliches Dankeschön!

Wilhelm (Willi) Birenfeld, Vorsitzender Bad Honnef, 07.Dezember 2021

Große Fortschritte bei der Einrichtung unseres Archivs

Nach der Einreichung eines Förderantrages des Vereins Gutenberghaus Bad Honnef e.V. im April diesen Jahres kam nun die gute Nachricht: Die Bad Honnef Stiftung der Kreissparkasse Köln gewährt zur Beschaffung von Mobiliar für unser Archiv einen Zuschuss von 500 € ! Hiermit konnten in einer ersten Aktion sechs Regale beschafft werden, um wertvollen Büchern und Archivalien nach mehrjähriger Auslagerung wieder gebührenden Platz zu verschaffen. Mitgliedern unseres Vereins gebührt Dank, dass der Aufbau der Regale zeitnah erfolgte und dieser Tage das Einräumen der Buchbestände archivgerecht mit Hilfe einiger helfender Hände beginnen konnte. Der Plan ist es, dieses bis Weihnachten erledigt zu haben.

Damit wäre im Jahr 2020 trotz aller Corona-Widrigkeiten für unser Archiv ein wichtiger Meilenstein erreicht! Wir hoffen, dass die Einweihung zusammen mit allen Mitgliedern im Jahre 2021 gebührend nachgeholt werden kann!

Bis dahin werden wir mit einer virtuellen Führung durch unser Archiv unsere Mitglieder über den Fortschritt auf dem Laufenden halten. Einen Filmbeitrag dazu werden wir unter „Aktuelles“ auf dieser Homepage einstellen.

Zum Abschluss des Jahres hier noch einmal ganz herzlichen Dank an alle, die durch ihre uns sehr unterstützenden Entscheidungen, ihre Arbeit, ihren finanziellen Beitrag, durch Spenden von Büchern und Dokumenten oder auch durch anerkennende und aufmunternde Worte dazu beigetragen haben, dass das „Gutenberghaus Archiv“ in dieser vorzeigbaren Form wieder existiert!

Hier besonders auch noch einmal Dank an die Bad Honnef Stiftung der Kreissparkasse Köln, mit der Anmerkung, dass wir uns im nächsten Jahr mit einem weiteren Projektantrag melden werden. Wir haben weitere große Pläne!

Allen Mitgliedern, Freunden und Förderern einen „coronafreien“ Jahresausklang und ein gesundes Neues Jahr!

Bad Honnef, 1. Advent 2020

Der Vorstand

So sieht das Archiv mit den neuen Regalen, gesponsort von der Bad Honnef Stiftung der Kreissparkasse Köln, im “Zustand des Werdens” zur Zeit aus. Es liegt noch ein wenig Arbeit vor uns aber…..”es wird”!!

Hier nun ein Link auf einen Artikel des GA von Freitag, 20.11.2020:

Neue Heimat für Bad Honnefer Geschichte

.

Heinz Willi Fleischhacker wird erstes Ehrenmitglied des Vereins

Heinz Willi Fleischhacker ist Gründungsmitglied des Vereins Gutenberghaus Bad Honnef e.V. von 2013 und hat schon im selben Jahr dem Verein sein seit 2002 aufgebautes und mehrere hundert Bände umfassendes Zeitungsarchiv für Honnef und Umgebung übereignet. Er hat es seither kontinuierlich betreut, gerade auch in den sehr schwierigen Zeiten diverser Umzüge, bis es im Juni dieses Jahres seinen dauerhaften Platz in der Konrad-Adenauer-Schule am Rheingoldweg 16 gefunden hat.

Nun hat H.W. Fleischhacker angekündigt, dass er und seine Frau Karin (ebenfalls Vereinsmitglied) Anfang Dezember in ein Altenheim in Grömitz ziehen, wo ihr Sohn seinen Wohnsitz hat. Das war für ihn der Anlass, dem Verein erneut wertvolles Schriftgut zu übertragen. Zum einen handelt es sich um die seit 2013 bis heute fortgesetzte Sammlung von Zeitungsartikeln, die jetzt definitiv abgeschlossen wurde, zum anderen um Bücher, die in besonderer Weise für die Honnefer Stadtgeschichte relevant sind, darunter das Unikat der im Originalformat eingebundenen Sonderausgaben verschiedener Zeitungen anlässlich des Todes von Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer.

Für den Vereinsvorstand war all das Grund genug, die Verdienste Heinz Willi Fleischhackers durch Verleihung der Ehrenmitgliedschaft zu würdigen. Vorsitzender Willi Birenfeld überreichte ihm die Urkunde coronabedingt in kleiner Runde in seinem Hause.

.

Post aus Stuhr-Brinkum bei Bremen

Nach Bremen verschlagen hatte es 1953 mit ihrem Mann eine Honneferin mit dem Geburtsnamen Elisabeth (Liesel) Jansen. Ihr Vater war Johannes (Jean) Jansen, ihr Onkel der Bäcker- und Konditormeister Heinrich Jansen, der seinerzeit in der oberen Hauptstraße das neben Nottebrock wohl beliebteste Honnefer Café betrieb.

Nun ist sie 2008 im Alter von 80 Jahren verstorben und hat viele Fotos und Dokumente aus der Vergangenheit Bad Honnefs hinterlassen. Tochter Sabine Gefken stieß bei der Internet-Recherche auf die Homepage des Gutenberghaus Bad Honnef e.V. und nahm Verbindung zum Vorsitzenden auf – mit dem Ergebnis, dass der Nachlass inzwischen wohlbehalten im Vereinsarchiv angelangt ist. Die Absenderin hatte die Inhalte geordnet, beschriftet und kommentiert, so dass man sich gut darin zurechtfindet.

Besonders interessant: ein Foto aus dem Jahre 1890, auf dem der Elferrat der ältesten Honnefer Karnevalsgesellschaft von 1874, Halt Pol, zu sehen ist – in der oberen Reihe u.a. der Malermeister Franz Schneider, Vater des 1888 geborenen Heimatdichters Franzjosef Schneider, genannt „Freudeblömche“, und der genannte Bäcker- und Konditormeister Heinrich Jansen.

Eine weitere Abbildung zeigt die Fassade der Konditorei in der Hauptstraße 98 nebst seitlich anschließender gedeckter Terrasse.

In den Fotoalben sehen wir oft Kinder und Jugendliche, wie sie sich z. B. beim Baden an der Nordspitze der Insel oder beim Kahnfahren auf dem „Toten Arm“ vor der Brücke vergnügen.

Bemerkenswert unter den Büchern sind die Schreiblernfibel der Liesel sowie das „Honnefer Familienbuch, Band 2“, das der Verfasser Johannes Jansen (Lehrer am Siebengebirgsgymnasium) u. a. seiner Cousine Liesel Jansen gewidmet hatte.

.

Neuzugänge für das Archiv des Vereins Gutenberghaus Bad Honnef e.V.

Der Verein Gutenberghaus macht große Fortschritte beim Sammeln und Archivieren von Bildern und Dokumenten zur Stadtgeschichte, wie sie von unseren Vorfahren und Zeitgenossen erlebt und mitgestaltet wurde.

Ein Nachfahre der bis 1970 auf dem dann verkauften und abgerissenen Wolfshof (zwischen Mühlenpfad und Straße Am Wolfshof) lebenden Familie U. übereignete Nachlässe des 1939 dort verstorbenen Eigentümers namens Gerhard Köhne. Besonders interessant sind Tagebücher aus den 1930er Jahren, in die handschriftlich auf den Pfennig genau Einnahmen und Ausgaben nebst jeweiligem Grund eingetragen wurden (s. Foto 1).

Eine Honnefer Bürgerin übergab Fotos und Dokumente aus dem Umfeld des aus Düsseldorf stammenden Unternehmers und Rentiers Mathias Göring (1813-1916), der sich 1870 die spätklassizistische Villa erbauen ließ, die unter dem Namen Edelhoffstift heute noch besteht. Göring war 1876 bis 1894 Kirchmeister der Evan-gelischen Gemeinde und für seine Wohltätigkeit hoch angesehen, was ihm 1910 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Honnef eintrug (vgl. Ausführungen zum Geschichtsweg Rommersdorf / Bondorf 3.10).Unter den Archivalien befindet sich ein einzigartiges bebildertes Dokument zur Goldenen Hochzeit des Ehepaares Mathias und Charlotte Göring (s. Foto 2).

Bei Familie M. aus der Austraße konnten wir interessante Bücher abholen, darunter Adressbücher aus den Jahren 1936, 1949 und 1959, in denen Haushaltsvorstände (also Männer), Firmen bzw. Einzelpersonen) nach Straße und Hausnummer geordnet eingetragen sind.  Außerdem finden sich in der Sammlung Zeitungen wie die HVZ-Ausgaben aus dem frühen 20. Jahrhundert und Sonderausgaben der HVZ aus bestimmtem Anlass (s. Foto 3)

.

Christa Dohmann – neue Beisitzerin

Der Vorstand des Vereins Gutenberghaus e.V. hat Frau Christa Dohmann zur neuen Beisitzerin bestellt. Frau Dohmann hat lange Jahre in Bad Honnef gelebt und als Lehrerin am Siebengebirgsgymnasium ihren Schülerinnen und Schülern unter anderem im Fach Geografie die Honnefer Heimatgeschichte nahegebracht. Sie war im Vorstand des Heimatvereins Siebengebirge tätig und ist langjähriges Vorstandsmitglied des internationalen Guillaume-Apollinaire-Vereins.

Die neue Beisitzerin wird sich vor allem bei der Betreuung und Aktualisierung der Homepage des Vereins, bei der Archivierung und Katalogisierung der Bestände sowie in der Jugendarbeit engagieren. Sie hat die Aufgabe gern und mit viel Schwung und Engagement für den Verein übernommen, durch sie steigt die Frauenquote im Vorstand auf 33 Prozent. Wir freuen uns über die Verstärkung, zeigt es doch auch, dass wir ein lebendiger Verein sind, in dem es Spaß macht, unsere satzungsgemäßen Ziele voranzutreiben.

Wir wünschen der neuen Beisitzerin viel Spaß bei dieser ehrenamtlichen Arbeit!

Der Verein Gutenberghaus Bad Honnef e.V. unterstützt Honnefer Schulen im Fach Geschichte

Nach der Neuaufstellung des Vereins mit neuem Vorstand und dem durch die Stadt Bad Honnef unterstützten Umzug des wertvollen Vereinsarchivs in den Rheingoldweg 16 gibt es erste Erfolge bei der Nutzung unseres „Archivs zur Honnefer Heimatgeschichte“.

Nachdem es bereits früher eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Erzbischöflichen Realschule Sankt Josef gab, konnten wir diese Aktivitäten jetzt mit dem Städtischen Siebengebirgsgymnasium wieder aufgreifen.

Ein Novum: Zusammenarbeit mit dem Siebengebirgsgymnasium

Mitte August hatte Frau Amelie Schmitz, Geschichtslehrerin am Siebengebirgsgymnasium in Bad Honnef übers Internet einen Kontakt zu Willi Birenfeld, dem ehemaligen SIBI-Lehrer und heutigen Vorsitzenden des Vereins Gutenberghaus e.V. hergestellt. Bereits 2018 hatte dieser ihre Geschichts-AG zum 100jährigen Schuljubiläum besucht und den Schülern und Schülerinnen als Zeitzeuge von seiner Zeit als Schüler und Lehrer dieser Schule erzählt.

Hieraus ergab sich jetzt ein Kontakt zum Oberstufenkurs Geschichte des SIBI, um mit Hilfe des neuen Vereinsarchives den Schülerinnen und Schülern das generelle Thema Archivarbeit näherzubringen, zum anderen hautnahe Quellen zu Bad Honnef im 1. Weltkrieg zu finden und zu sichten. Nach einem Treffen von Amelie Schmitz, Willi Birenfeld und Renate Mahnke zur Vorbereitung, erhielt letztere eine Einladung zu einer Unterrichtsstunde im SIBI zum Thema allgemeine Archivarbeit, hauptsächlich aber zum aktuellen  Unterrichtsthema „1. Weltkrieg“ beizutragen.

Authentisches Archivmaterial beeindruckt die Schüler

Aus dem Archiv wurden originale Feldpostbriefe und -karten von der Front an Honnefer Familienangehörige gezeigt und deren damalige Reglementierung und Organisation erläutert. Besonderes Interesse fand eine Archivalie aus dem Gutenberghaus e.V.: ein Pappkartönchen mit persönlichen Habseligkeiten, das einem deutschen Kriegsgefangenen aus dem Siebengebirge nach Arizona (USA) geschickt wurde und wieder nach Honnef zurückfand. Der historische Inhalt: eine Brille, eine handgetriebene Taschenlampe, Knöpfe, eine Nähnadel. Was so für einen kriegsgefangenen Soldaten an Habseligkeiten übrig blieb!

  Feldpostkarte

   Pappkartönchen:  Siebengebirge – Arizona USA – Bad Honnef

Geschichtsunterricht mit Unterstützung des Gutenberghaus e.V.

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts zum Thema „Drittes Reich“ gab es am 18. September für den Oberstufenkurs der Lehrerin Helene Deitermann eine von Renate Mahnke vom Verein Gutenberghaus begleitete Führung zu den „Stolpersteinen“ in Bad Honnef.

“Stolpersteine” in Bad Honnef

Die Erfindung des Künstlers Gunter Demnig hatte auch in  Bad Honnef zur Anbringung von Steinen zum Gedenken an die von den Nazis in Konzentrationslager deportierten jüdischen Mitbürger geführt. Erarbeitet von Elmar Klein, damals Geschichtslehrer am SIBI, und Ekkehard Schmitz (verstorben), wurden in Bad Honnef 18 Stolpersteine aus Messing in Pflaster der Bürgersteige eingefügt. Auf den Spuren dieser Stolpersteine erläuterte Renate Mahnke die Geschichte der jüdischen Familien in Bad Honnef. Es ging darum, die Geschehnisse von der nationalen auf die lokale Ebene von Bad Honnef  herunterzubrechen: Wie war es in unserer Stadt? Was haben die einzelnen jüdischen Familien in dieser Zeit hier vor Ort erlebt? Zitate aus  Exemplaren der Honnefer Volkszeitung dieser Zeit aus dem Archiv des Gutenberghauses ergänzten den Rundgang. Der abschließende Besuch des Jüdischen Friedhofs „Auf der Helte“ war für viele Schüler und Schülerinnen ein ganz neues Erlebnis.

Eine weitere Führung von Renate Mahnke vom Verein Gutenberghaus e.V. fand am 21. September zum Thema „Stolpersteine“ mit einer Oberstufenklasse des SIBI von Frau Beate Flink statt. Auch hierbei wurde das Schicksal der Honnefer Familien als Folge der damaligen Politik anhand authentischer Berichte thematisiert.

 

Anzeige einer jüdischen Familie in der Honnefer Volkszeitung. Adolf Aron wurde aus dem KZ gerettet und kehrte nach Honnef zurück.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Das Archiv des Vereins Gutenberghaus e.V. steht allen interessierten Schulen zur Verfügung. Wir freuen uns, dass wir mit unseren Archivalien Honnefer Geschichte erlebbar machen können!

Bitte unterstützen sie uns mit Archivmaterialien aus der Honnefer Heimatgeschichte. Wir lassen es nicht verstauben, sondern wir verwenden es aktiv für die kommenden Generationen!

28-09-2020

WDR „Lokalzeit“ berichtet über Rommersdorf

Bereits im August  hatte der WDR 4 einen Rundgang über die Rheininsel Grafenwerth, moderiert und geführt von Renate Mahnke, wissenschaftliche Beisitzerin des Vereins Gutenberghaus e.V., unternommen und darüber berichtet.

Aktuell meldete sich auch der WDR mit seiner Sendereihe „Lokalzeit“ bei Renate Mahnke, um mit ihr die Besonderheiten des Honnefer Ortsteils Rommersdorf hervorzuheben. Am herrlichem Spätsommernachmittag des 22. Septembers 2020 wurden einige der schönsten und interessantesten Punkte in Rommersdorf besucht. Start war am Annaplätzchen, dem Ortsmittelpunkt, der allein viel Geschichtliches über den Ort ausdrückt. Das Weinhaus Steinbach unter neuer Leitung ist nach wie vor ein markanter Verweilort und der Hinweis auf die besondere Art, den Wein auszuschenken, durfte hier nicht fehlen. Das Aufnahmeteam war begeistert von den blumengeschmückten Fachwerkhäusern und vom Möschbach, dessen sanftes Plätschern mehrfach ganz nah aufgenommen wurde. Eine wichtige und besondere Station war die Villa Schaaffhausen mit ihrer wechselvollen Geschichte. Das Aufnahmeteam war beeindruckt von der Besonderheit der Annakapelle, die untrennbar mit dem Erzbischöflichen Stuhl und dem Kölner Erzbischof Frings verbunden ist. Den Abschluss bildete das „Feuerschlösschen“, das dem Team bereits von den Konzerten „fif im Feuerschlösschen“ bekannt war.

Die Sendezeit liegt noch nicht fest  und was von der ausführlichen Begehung übrig bleibt, entscheiden die Redakteurinnen und Redakteure des WDR.

Wir freuen uns, dass der Verein Gutenberghaus e.V., in dessen Satzung die Förderung der Heimat- und Kulturpflege an erster Stelle festgeschrieben ist, zum wiederholten Mal einen derartigen Beitrag zur Geschichte unseres schönen Bad Honnef leisten konnte.

30-09-2020

Medienmitteilung vom 01.September 2020

Das Archiv des Vereins Gutenberghaus Bad Honnef e.V. findet eine neue Heimat. Mehr als 3 Jahre war es „heimatlos”. Jetzt hat das Archiv des Vereins Gutenberghaus Bad Honnef e.V. endlich eine neue Bleibe gefunden.
Zwei Räume in der ehemaligen Konrad-Adenauer- Schule zwischen Rheingoldweg und Bergstraße nehmen fortan den wertvollen Bestand auf. Dass diese Unterbringung nach langem Suchen möglich wurde, verdankt der Verein der Stadt Bad Honnef und hier insbesondere der Unterstützung von Bürgermeister Otto Neuhoff und Fachdienstleiter Klaus Linnig. Bei der Herrichtung der Räume und dem inzwischen erfolgten Umzug des an 6 verschiedenen Stellen aufbewahrten Archivbestandes haben aber auch das städtische Gebäudemanagement und seine Mitarbeiter vor Ort trotz Corona vielfältige Unterstützung geleistet. Um den Transport des umfangreichen Archivguts haben sich vor allem die Vereinsmitglieder Rainer Walkembach und Stefan Wolf verdient gemacht.

Zum Bestand des Archivs gehören u.a. der fotografische Nachlass des Honnefer Fotografen Günther Groote, das sog. Fleischhacker-Archiv sowie zahlreiche Nachlässe und weitere Schenkungen von Honnefer Familien, welche dem Verein seit 2013 zugewandt wurden. Vieles ist in den zurückliegenden Jahren nach dem Auszug aus der Hauptstraße liegen geblieben und muss aufgearbeitet werden. Es fehlen auch noch Regale, für die ein Förderantrag bei der Bad Honnef Stiftung der Kreissparkasse Köln gestellt ist. ,,Aber der Verein ist jetzt endlich wieder in der Lage, heimatgeschichtlich wertvolle Archivalien neu anzunehmen, ordnungsgemäß aufzubewahren und demnächst auch wieder zu präsentieren”, freut sich Renate Mahnke, die Gründerin und frühere Vorsitzende des Vereins, der seit Mai vergangenen Jahres von Willi Birenfeld als 1. und Dr. Joachim Arntz als 2. Vorsitzendem geleitet wird. Renate Mahnke bleibt dem Verein als Beisitzerin und Vortragende erhalten. Ihr ist auch die jüngste Zuwendung einer Honnefer Bürgerin an den Verein zu verdanken: eine große Sammlung wertvoller Stiche, viele davon mit Motiven aus Bad Honnef und Umgebung.

Auch ansonsten hat sich im Verein Gutenberghaus Bad Honnef e.V. viel getan, seitdem er sein Domizil in der Hauptstraße verloren hat. Die Satzung ist neu gefasst und den veränderten Verhältnissen angepasst worden. Auch die Website (https://www.gutenberghaus.org) wurde durchgreifend überarbeitet und noch benutzerfreundlicher gestaltet. Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vortragsprogramm wurde ausgearbeitet und wartet auf seine Realisierung in der „NachCoronazeit”.
,,Die Zeit bis dahin wollen wir auch nutzen, um das Archiv neu zu gestalten und seine Benutzbarkeit für die Öffentlichkeit zu
verbessern” sagen die Vorsitzenden und rühmen zugleich den „tollen Teamgeist”, der das neunköpfige Leitungsgremium des Vereins prägt.
Ihm gehören neben den Genannten als weitere Vorstandsmitglieder Verena von Dellingshausen und Rainer Busenbender sowie als weiterer Beisitzer Prof. Dr. Günther Schulz an. Den Beirat bilden Prof. Dr. Rolf Cremer, Peter Endler und Dr. Hans Eckhard Krüger.

Wie findet man das neue Gutenberghaus Archiv im Rheingoldweg 16?

Wenn man vom Rheingoldweg kommt nimmt man den rechten, unteren Toreingang, wo sich auch unser Briefkasten befindet. Einige Meter weiter links kommt man zum Eingang, an dem sich auch deutlich ein großes Schild mit dem Bild des Gutenberghauses befindet. Links geht es einige Treppenstufen hinunter – leider ist der Zuweg zum Archiv nicht barrierefrei. Hier weist uns ein Schild nach rechts den Gang entlang. Am hinteren Ende wenden wir uns nach links und stehen vor unserem Archiv.
Wenn man über die Bergstraße und den Schulhof kommt , ist es der linke untere Eingang – der rechte obere Eingang führt direkt in die Aula.
Herzlich willkommen in unserem neuen Zuhause!

Leider fehlen noch die neuen Regale……..

Zukünftige Aktivitäten

Für das restliche Jahr 2020 sowie das erste Halbjahr 2021 haben wir folgende Veranstaltungen vorgesehen:

( Die zeitliche Planung hängt stark von der Corona Entwicklung ab, wir werden sie rechtzeitig über die konkrete Planung informieren.)

  • Dr. Ansgar Klein: Euthanasie im Rhein Sieg Kreis
  • Günter Bungarz/Klaus Bühne: Kleine Honnefer Postgeschichte (Ausstellung mit Einführungsvortrag)
  • Dr. Heinz Zuber: Die Preußen am Rhein – Auf Spurensuche in der ehemaligen Rheinprovinz
  • Dr. Jan Ludwig: Basaltabbau im Siebengebirge und die hierdurch ausgelösten Konflikte mit dem Naturschutz.
  • Dr Joachim Arntz: Was von Napoleon blieb. Das rheinische Recht und seine Bedeutung für die Rechtsentwicklung in Deutschland
  • Jochen Carsten: Die Franken am Rhein
  • Renate Mahnke: Neues zu Reitersdorf – ein verschwundener Ortsteil.
  • Prof. Dr. Rolf D. Cremer: Der „Butterweg“ – eine frühere Hauptverbindung zwischen den Gemeinden Aegidienberg und Honnef.

Wir freuen uns sehr, dass der Verein Gutenberghaus e.V. nun wieder handlungsfähig geworden ist und ihnen in den neuen Räumlichkeiten am Rheingoldweg 16 sowie im Verbund mit dem Bürger- und Ortsverein Rhöndorf e.V. ein interessantes Programm anbieten wird!